In 1968 war die HARA ein reiner amerikanischer Club, der noch nicht als Verein bei den deutschen Behörden eingetragen war und auch nicht als Kooperativ Verein, bei den Deutschen Motorsport Vereine und Verbände anerkannt war. Es gab zwar eine handvoll Deutsche Mitglieder aber noch war der Verein nur von der US Armee anerkannt.

Nachdem sich nun die ersten Gründungsmitglieder fanden, mussten einige Vorbereitungen getroffen werden, damit der Hanau Auto Racing Association loslegen konnte.

Die kleine Truppe leistete damals in kürzester Zeit allesmögliche, damit die Rennen so schnell wie möglich in Hanau stattfinden konnten. Zu den Aufgaben gehörte z.B.: Einholung der Genehmigung des US Militärs um das Luftfeld als Rennstrecke zu verwenden, Eintragung beim NHRA, beantragung von deutschen Rennlizenzen, erstellen von Vereinsunterlagen, Berichterstattung (Stars & Stripes) musste arrangiert werden, Formulare mussten gedruckt werden, Eintrittskarten mussten gedruckt werden, Angebote für Pokale mussten eingehollt werden und die Liste wurde länger und länger.
Die Gründer mussten sehr viel Überzeugungsarbeit leisten, damit die HARA auf dem Fliegerhorst ihre Rennen veranstalten durfte. Eines der Gründungsmitglieder Capt. Tomkins, der selbst ein Pilot für die auf dem Fliegerhorst stationierten Mohawk Turbo Jets war, hat bei den Verhandlungen mit den Verantwortlichen des Fliegerhorsts, eine wesentliche Rolle gespielt. Das Engagement von Captn. Tomkins hat viel bewegt und dies half dem Verein erheblich, die Genehmigung zu erhalten um ihre Rennen zu veranstalten. Jerry Lackey erzählte das Captn. Tomkins sogar so engagiert war, das er sogar einen Mohawk Jet auch mal zum trocknen der Rennstrecke einsetzte, wenn es mal geregnet hatte.
Zu den ersten Mitgliedern im ersten Jahr der H.A.R.A. gehörten:

Captn. Tomkins
Paul & Nedra Creamer
Jerry Lackey
Willi & Heidi Hestermann
Delton Hix
Larry D. Jones
Peter Schmidt
Lee Parnell
Bob Tomek
Tyron Philipps
Ein paar Mitglieder der ersten Tage:
Paul M. Creamer
Jerry Lackey
Willi Hestermann
Frederick Krux

Der Verein began sich im im Dezember 1967 zu organisieren und das erste Rennen wurde am 30.03.1968 ausgetragen. Der Verein wurde vom CWO David Dohm vom 350 Aviation Company geleitet. Auf den Dragsterrennen akzeptieren die deutschen Fahrer das Regelwerk, das von der NHRA in der USA eingeführt wurde. Mitglieder zahlten 5,- US Dollar jährlich und war damit gleichzeitig versichert und erhielt ausserdem noch eine deutsche Rennlizenz.

Ein normaler Renntag begann mit der Klassifizierung um 8 Uhr, gefolgt von den Zeitläufen um 9 Uhr. Das Rennen begann um 13 Uhr und am Ende des Tages erhielten die jeweiligen Gewinner der verschiedenen Klassen einen Pokal.

Mit Sicherheit haben sich schon einige Mitglieder der H.A.R.A. schonmal gefragt ,wo das HARA Maskottchen "Der qualmende Esel" herstammt. Das ist wirklich eine sehr lustige Geschichte.
Es begann alles als sich der Verein gerade neu gegründet hatte und einen einfachen Stempel bestellt hatte. Auf dem Stempel sollte ein Autorad abgebildet sein, worin Hanau Auto Racing Association stehen sollte. Allerdings sollte "Association" - das amerikanische Wort für Vereinigung abgekürzt werden. Das Wort Association kann mann Assn. oder Assoc. abkürzen, die Mitglieder entschieden sich für die Abkürzung Assoc.

Als die HARA ihren Vereinsstempel zusammen mit den gedruckten Eintrittskarten, Fahrerlagerausweise, Vereinsformulare etc. erhielten, waren alle sehr aufgeregt dass die ersten Vereinsutensilien eingetroffen waren. Bis es plötzlich jemanden auffiehl, das im Rad „Hanau Auto Racing Ass“ stand. Nun ja für uns Deutsche ist das kein Problem, allerdings bei den Amerikanern bedeutet das Wort "Ass" Esel. Also war´s klar die deutschen Stempelhersteller hatten wohl keine Ahnung, wie man Association abkürzt und so wurde aus der Association ein Eselsverein!

Die Vereinsmitglieder waren ziehmlich aufgebracht nun ein Eselsverein zu sein und bei der Vereinsversammlung, wurde über das Problem diskutiert und überlegt. Denn alles wurde mit der Abgekürzung "ASS" angefertigt, nicht nur der Stempel sondern auch die Eintrittskarten und das Briefpapier einfach alles!

Die Mitglieder waren nun damit beschäftigt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was sie machen sollten und versuchten eine Lösung zu finden. Da der Verein gerade kein Geld in der Vereinskasse hatten, überlegten sie ob sie um Spenden bitten sollten, um neues Briefpapier, Karten und ein Stempel herstellen zu lassen. Eine andere Überlegung war ein Punkt hinter Ass einfügen zu lassen?
Paul Creamer beteiligte sich nicht an der Diskusssion, er malte - ja er kritzelte vor sich hin und seine Frau Nedra wunderte sich, das er nichts zu dem ganzen sagte. Alle anderen ärgerten sich und diskutierten und Paul malte. Tja das gute daran war, das Paul sein besten Ideen hatte wenn er rum kritzelte! Und so kam es, das eines der Mitglieder sah, was Paul da so kritzelte und grinzte vor sich hin. Paul hatte um das Rad Rauchwolken wie beim burnout gemalt und hatte einen rasenden Esel vor dem Rad gemalt, so als ob der Esel Räder hätte. Von diesem Tag an waren sie das „Hanau Auto Racing Ass“ mit dem Esel. Und warum? Weil niemand dagegen war und die Entscheidung einstimmig war!


In 1968 hatte der Verein keine Startampel und keine Zeitmessanlage, stattdessen wurde das Rennen mit einem Fahnenstarter gestartet. Der Fahnenschwenker hies damals Bob Tomac. Nach dem ersten HARA Rennen war der Verein im Stande mit den Einnahmen, eine grössere Spende an eine Einrichtungen des US Militärs für gemeinnützige Zwecke abzugeben. Neben der Spende hatte die HARA immer noch genug Geld eingenommen, um eine Startampel für die Rennsaision 1969 zu bauen:

Startampel und Zeitmessanlage wurden zum Winter Projekt der HARA Mitglieder. Allerdings war es kein einfaches Projekt, da keiner der Mitglieder ein ausgebildeter Handwerker war, dazu verfügte der Verein damals über keine eigene Vereinshalle oder Garage, worin sie hätten arbeiten können.

Trotz der nicht ganz einfachen Bedingen, bauten die Mitglieder der HARA ihre erste Startampel. Es musste von manchem Mitglied zwar der Esszimmertisch als Werkbank herhalten, aber die Ehefrauen waren es bereits gewohnt, das ihre Wohnung als Autowerkstatt zweckentfremdet wurden. Jerry Lackey erzählte, dass als die erste Zeitmessanlage in 1969 in Betrieb ging, sie nur die Zeit und den Sieger ermittelten konnte. Es gab damals keine 60 Fuss Zeit, keine Reaktionszeit und keine Geschwindigkeitsmessung

Die HARA musste sich in den ersten Jahren die Landebahn des Airbases, die regelmässig zur Rennstrecke umfunkioniert wurde, mit dem Deutsch-Amerikanischen Flugverein Arrows teilen.
Wenn sich ein Flugzeug ankündigte hat der Flugtower, die Organisation der HARA angefunkt und durchgegeben "attention incoming plane" (Achtung Flugzeug setzt zur Landung an). Daraufhin musste die HARA Crew in Windeseile die Startampel abbauen. Nach der Landung wurde die Ampel schnell wieder aufgestellt, damit das Rennprogramm weiter gehen konnte.

Die landenden Flugzeuge stellten überhaupt kein Problem da für den Rennbetrieb. Es wurde nur richtig hektisch wenn ein Hubschrauber seine Notlandung durchgab, da blieb meistens garkeine Zeit irgendwas abzubauen

Einer der ersten der eine Deutsche Drag Racing Lizenz erhielt war Jerry Lackey

Die ersten und sehr erfolgreichen Damen der HARA e.V.
Hedie Hestermann fuhr zum ersten mal in 1966 in Ramstein und später in Fliegerhorst in ihrem Ford Mustand "Albino".
Heidi Lackey fing Ihre Rennkarriere in 1985 in Giebelstadt an, sie war von ihren männlichen Rennkollegen an der Ampel gefürchtet wegen ihrer sehr beachtlichen Reaktionszeiten.
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